Zwischen Tradition und Innovation

Bruchsaler Farbenfabrik GmbH

Die Firma Bruchsaler Farbenfabrik GmbH & Co. KG wurde 1896 als “Lack- und Farbengroßhandlung Gebrüder Katzauer” in Bruchsal gegründet.

Zu Beginn produzierte man nicht, sondern gewann Kunden unter Handwerkern mit Produkten wie Pinseln und natürlich Farben. Wenige Jahre später begann man jedoch schon mit der Eigenproduktion von Fensterkitt und verschiedenen “Kalkfarben”. Das war noch im 19. Jahrhundert der Beginn einer eigenen Produktion.

Zu Beginn der zwanziger Jahre erwarb die Familie Katzauer ein 20 Hektar großes Firmengelände am damaligen Stadtrand von Bruchsal, auf dem der Grundstein für die nun beginnende chemische Produktion von Pigmenten gelegt wurde, die noch heute das wichtigste Standbein der Firma ist.

Hier konnte man neue Produktionshallen errichten, die eine nach damaligen Maßstäben moderne chemische Herstellung von Chromatpigmenten, organischen und Eisencyanpigmenten ermöglichte und die Bruchsaler Farbenfabrik damit auch international zu einem bedeutenden Hersteller dieser Stoffe machte.

Diese Erfolgsgeschichte wurde 1938 jäh unterbrochen, als man im 3. Reich den jüdischen Eigentümern Katzauer und Levi die Verfügungsgewalt über die Firma entzog und diese in die “Rheinchemie”, einen Bestandteil der “IG Farben”, eingliederte.

Damit stoppte auch die Pigmentproduktion und wich der Herstellung von Tarnfarben und Weichmachern für Gummi.

Glücklicherweise konnten die Familien in die USA emigrieren und erhielten 1949 die Firma wieder übertragen.

Der Wiederaufbau der Produktion von Pigmenten erwies sich als vollständiger Neubeginn mit neuer Technik, weil die Anlagen im Krieg abgenutzt und “ausgeweidet” wurden.

Aus dieser Zeit stammen die Holzbehälter aber auch die angesprochenen Kollergänge, die man auch heute noch in Betrieb betrachten kann. Hinzu kamen allerdings in den folgenden Jahrzehnten immer wieder neue Techniken oder erneuerte Anlagen, die den schärferen Auflagen einer chemischen Produktion genügen konnten und neue Maßstäbe in der Produktivität setzten.

Eine wichtige Zäsur war die Aufnahme einer neuen chemischen Produktion im Jahr 2006, die von den “alten” Prozessen nur noch die Rohstoffe und die bewährten Rezepturen übrigließ.

Hier vollzog sich ein Sprung von Jahrzehnten, welcher die alte Produktion nun mittlerweile wirklich in ein Industriemuseum der Pigmentproduktion verwandelt hat, das teilweise noch existiert.

Mit der Errichtung einer Mischanlage, die Pigmentmischungen bis zu 9 m³ als homogene Charge verarbeiten kann, haben wir 2015 einen weiteren Schritt in die Zukunft getan, der unseren Kunden noch mehr Sicherheit für ihre Anforderungen an die Produktqualität bietet.

In diesem Sinne freuen wir uns auf die Fortsetzung dieser 125-jährigen Erfolgsgeschichte eines Familienunternehmens auf den Märkten der Welt.

Internationale Zusammenarbeit

Durch unsere Mitgliedschaft und aktive Beteiligung in internationalen Verbänden der Pigmentindustrie übernehmen wir Verantwortung durch die Mitarbeit an gesetzgeberischen Verfahren zur Produkt- und Arbeitssicherheit. Auf den Webseiten dieser Verbände finden Sie auch weitergehende Informationen zu solchen Verfahren und auch weiterführende Informationen zu Pigmenten im Allgemeinen.

Umweltverantwortung

Ziel ist es, für unsere Mitarbeiter, Mitbürger und unsere Umwelt entsprechend Sorge zu tragen, wobei wir uns als Störfallbetrieb besonders in der Pflicht sehen.

Hier finden Sie unsere aktuelle Informationsbroschüre gemäß §§ 8a und 11 der 12. BImSchV - Störfall-Verordnung zum Download.